Aktion Traumfänger

"Aktion Kameradschaft"

Hallo ihr Lieben,

Manuel ist freiwilliger Feuerwehrmann aus Krefeld und hat vor kurzem eine Hirnblutung überstanden und sich zurück in sein Leben gekämpft.
Eigentlich eine großartige Nachricht, doch leider war das nicht der einzige Schicksalsschlag in seinem Leben. Sein Sohn Maurice leidet an einem sehr seltenen Gen-Defekt Namens Bloom Syndrom, welches leider die traurige Gewissheit mit sich bringt, dass den beiden nicht viel Zeit bleiben wird.

Daher bittet Manuel nun deutschlandweit seine Feuerwehkameraden*innen um Mithilfe, um für sich und Maurice einen großen Traum wahr werden zu lassen.

Maurice ist auch ohne das Coronavirus anfällig für Krankheiten und musste schon davor möglichst isoliert leben. Nun ist es zu dieser Zeit besonders schwierig, die Freizeit außerhalb der Wohnung zu verbringen, da auch die Tagesroutine durch die Krankheit von Maurice zum Teil komplett auf den Kopf gestellt ist.

Die zwei träumen davon ihre eigenen vier Wände, ein kleines Haus mit Garten zu haben, um die Zeit die ihnen noch gemeinsam bleibt, anders als bisher verbringen zu können. 

Da Manuel seit seiner eigenen Erkrankung Erwerbsunfähig ist und eine Rente bezieht, mit welcher er durchaus eine Finanzierung tragen könnte, lehnen die Banken trotz allem die benötigten Kredite ab, da die Rente alle drei Jahre neu bewilligt werden muss. 

So kam ihm der Gedanke, gemeinsam mit Aktion Traumfänger diese Spendenaktion auf die Beine zu stellen, bei der es darum geht, dass jeder Kamerad*in beim nächsten Dienstabend auf ein Getränk verzichtet und den dafür anfallenden Obolus dem guten Zweck spendet. Getreu dem Motto einer für alle, alle für einen. Wir würden uns sehr freuen, wenn dieser Aufruf insbesondere durch die Feuerwehren so oft es geht geteilt und verbreitet wird um den Traum von Manuel und Maurice zu erfüllen.

Hier der Brief von Manuel:

Hallo Kameraden*innen,

Eure Unterstützung wird gebraucht.

Ich, Manuel, 45, Ubm, in Krefeld, habe einen Herzenswunsch, bei dem ich eure kameradschaftliche Mithilfe benötige.

Bitte nehmt euch einen kleinen Moment, diese Zeilen bis zum Ende zu lesen.

Getreu dem Motto:

Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr die Kameraden vom blauen Heer


Ich hoffe auf Mithilfe meiner Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, so habe ich es, seitdem ich 14 Jahre alt bin, gelernt und gelehrt.

Kameraden stehen zusammen, komme was wolle.

Daher auch die Idee für diesen Aufruf.

Spendet euren Cola- oder Hopfenkaltgetränk-Euro

(oder ähnliche Anteilnahme)

für Maurice, meinen Sohn, und mich. 

Alleine können wir nichts ausrichten, gemeinsam können wir alles schaffen.

Den Traum

eines Feuerwehrvaters zu unterstützen, die begrenzte Zeit mit seinem Sohn intensiv zu erleben und nutzen zu können.

Das Los des Lebens hat es leider nicht ganz so gut gemeint, deswegen muss ich ein paar Ereignisse erwähnen.

Wir drei, mein Sohn Maurice (19), seine Mutter und ich, halten trotz Ehetrennung zusammen.

Maurice lebt bei seiner Mutter und wurde mit einer Genvariante geboren, die problematisch ist. Die ersten 14 Jahre hieß es Silver-Russel-Syndrom – problematisch, aber man kann damit leben. Seit 2016 ist das veränderte Gen genauer bestimmt worden und nachgewiesen. Es ist die Ursache für das Bloom-Syndrom, mit ca. 250 Fällen weltweit ist das sehr selten. Es ist sehrproblematisch, da die Zellteilung gestört/defekt ist und es vermehrt zu Krebserkrankungen kommen kann. Somit war seine Krebserkrankung im Alter von 9 Jahren auch erklärt. Trotz sehr negativer Einschätzung der Ärzte nach 6 Monaten Chemotherapie mit anschließender Reha haben wir, Maurice, seine Mutter und ich, es geschafft, gesund zu werden und weiterzumachen.

2016 war nicht nur das Jahr der fatalen Diagnose bei Maurice, sondern im September hat bei mir eine spontane Gehirnblutung links (ohne Ursache) eingesetzt. Nur 1-10% aller Hirnblutungen sind links. Überlebenschance ca. 5%, Überlebende enden zu ca. 97% als Pflegefall.

Also Glück gehabt, ich habe ja noch eine Aufgabe als Vater!

Es sind zwar Probleme geblieben, aber damit kann man leben und natürlich versehe ich wieder meinen Dienst in der FF und im Einsatzdienst, jedoch anders als früher eher unterstützend-begleitend. Neue Aufgaben in der Brandschutzerziehung von Maxi-Kindern oder Wachbesichtigungen, was sehr viel Spaß macht, und die Zeit/Gespräche mit den Kameraden haben gutgetan und geholfen.

Mittlerweile bin ich in die Erwerbsunfähigkeitsrente gerutscht, weil ich keinem Beruf mehr nachgehen kann, trotz Ausbildungen im Handwerk und im kaufmännischen Bereich sowie 8-jähriger Festanstellung. Fähigkeiten und Gelerntes sind noch vorhanden, aber nicht mehr in der Leistungsfähigkeit des Arbeitsmarktes abrufbar. Da ich mich für solch ein Szenario privat abgesichert habe, konnte ich mich auf meine Genesung konzentrieren.


Bisher irgendeine Lebensgeschichte, nicht schön, aber so ist das Leben.


Nur mit solch einer Denkweisekommt man durch solch harte Zeiten, antworte ich immer auf die Frage, wie man das als Vater aushält. Dabei kommen die richtig harten Zeiten noch.

Das wissen wir.

Nach der Blutung und der Frage Was jetzt? Irgendetwas Positives brauchen wir doch noch! habe ich den Plan geschmiedet, noch ein Haus mit Garten für Maurice und mich zu kaufen.

Einen Ort, wo der ein oder andere schöne Moment/Tag entstehen kann. Wo Schöne Erinnerungen entstehen können.

Das ist die Antwort auf die Frage Was braucht Ihr? Womit kann man helfen oder unterstützen?“  

Irgendwie muss man sich ja beschäftigen, wenn man den ganzen Tag zu Hause ist. In einer Mietwohnung wie bisher fühlt man sich schnell eingeschränkt.

Beim Termin mit einem Bankberater kam heraus, dass mein Einkommen für eine Finanzierung sogar ausreichen würde, allerdings mit einem Limit von 180 000, was nicht viel, aber ausreichend ist. Da ich handwerklich einiges abdecke und für Familie und Kameraden schon 2 Häuser von Grund auf unentgeltlich mitgebaut und diverse Umbauten mitbegleitet habe, fühle ich mich dem noch gewachsen.

Leider ist es so, dass meine Rente jeweils nur für 3 Jahre bewilligt wird, dies kommt durch mein noch junges Lebensalter mit 45 Jahren zustande. Diese Befristung führt allerdings dazu, dass einer Finanzierung nicht entsprochen wird. Verständlich, aber mit der Auswirkung, dass ich mich noch gedulden muss.

Konnte ich bisher auch gut mit leben.


2020 wurde beim Maurice eine weitere Diagnose gestellt: MDS (Zellveränderung des Rückenmarks).

Bedeutet nichts Gutes. Das hat mich echt erschreckt!

Weil mir langsam die Zeit wegläuft.

In dunklen Stunden, wenn man ans Unausweichliche denkt, fragt man sich bestimmt: „Hätte ich was anders machen können?


Ich sage ja!

Ich kann was anders machen. Ich kann um Hilfe und Unterstützung bitten!

Wie wir immer sagen: Alles geben, alles versuchen!

So versuche auch ich ganz viele Kameradinnen und Kameraden, Väter und Mütter und alle anderen mitfühlenden Mitmenschen zu erreichen, um es gemeinsam mit eurer Hilfe noch dieses Jahr zu schaffen, dass Maurice und ich in ein Haus mit Garten einziehen können, um die gemeinsame Zeit noch intensiv nutzen zu können und Erinnerungen zu schaffen.

Das ist mein Traum als Vater

Dieser Traum ist seit meiner eigenen Nahtod-Erfahrung nur noch größer geworden. Man weiß dann, worauf es ankommt, vor allem was wichtig ist!

Ich glaube, diesen Traum kann jeder nachvollziehen.

Nur alleine schaffe ich es nicht!

In der heutigen Zeit von Corona ist es nicht einfacher geworden. Wir mussten Maurice noch weiter einschränken, sodass er den gesamten Tag im Zimmer oder in der Wohnung verbringt, eine so strapazierende Dauer-Quarantäne, zudem noch mehr Kontrolltermine im Krankenhaus, mal einen Tag, mal bis zu drei Tage.

Beim Gespräch mit einem Kameraden über diese momentane Situation und beim Gang zum Cola-Automaten kam ihm die Idee:Was wäre, wenn die Kameraden in Deutschland ihren Euro für die Cola oder das Hopfenkaltgetränk spenden würden? Dann wäre das Problem sofort gelöst.“ Ein weiterer Kamerad kam dazu und meinte, er würde sofort mitmachen und drückte mir einen Euro in die Hand. Er sagte, es gebe über circa 1 Mio. freiwillige Feuerwehr-Kameraden,  Berufs- und andere Feuerwehr Kameraden, das ist zu schaffen, er sei der Erste und dabei.

Davon motiviert, bitte ich um eure Mithilfe in Form einer kleinen Spende für uns als Familie, dass wir den Traum doch noch dieses Jahr verwirklichen können. Viele haben wir leider nicht mehr.

Dass Maurice auch mal rauskommt und wir einfach mehr Möglichkeiten haben, die wir momentan leider nicht haben. All das Schlechte mal vergessen machen, durch Anteilnahme und Hilfe Fremder, die wissen, dass das Leben manchmal nicht fair ist. 

Eine kleine Spende kann uns helfen, eine unüberwindbare Hürde doch zu meistern. Sei der Kamerad/Mitmensch an unserer Seite, auf den man sich verlassen kann.

Helft mir bitte, es zu schaffen mit wenig viel zu erreichen.

Ich danke euch allen schon jetzt für eure Zeit und Gedanken.


Grüße Manuel und Maurice


P.S. Das Objekt soll möglichst abgelegen, freistehend und ohne direkten Nachbarn sein, um mit dem was auf uns zukommt umgehen zu können. Daher ist mieten keine Option für uns. Am Ende der Zeit wird alles wieder einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung gestellt. (Erbe)

Unser Spendenkonto:
Aktion Traumfänger e.V.
Volksbank Krefeld
IBAN: DE42 3206 0362 0134 4490 12
BIC: GENODED1HTK